Freitag, März 27, 2015

Der Papst, die Freude, die Lehre und ich

[Von Bastian]
Die Freude des Evangeliums sei der Prüfstein des Gesetzes, heißt es aus Rom. Dankenswerter Weise wird das verbreitet. Emotionen seien unzuverlässig, die Lehre der Kirche jedoch sei wahr und daher der wahre Quell der Freude, wird dem jedoch in den Kommentaren entgegen gehalten (LINK mit seinen Kommentaren). Dieser Widerspruch macht mich nachdenklich. Das merkwürdige daran ist doch, dass es gar keiner ist, aber dennoch so verstanden wird.

Von oberflächlichen Emotionen spricht Franziskus nirgends. Wenn aus der Lehre „wahre, echte Freude“ entspringt, ist es genau das, was er fordert: Freude, die aus dem Glauben erwächst. Komischerweise wird dem Papst unterstellt, er denke da anders.
An keiner Stelle wendet sich der Papst gegen die Lehre, im Gegenteil: er präzisiert, worauf sie hinaus läuft, auf die Freude nämlich, und er erkennt so den Baum an seinen Früchten.

Es scheint für viele schwer zu sein, hier mit dem Papst konform zu gehen. Viele scheinen darauf zu warten, dass er endlich die Dinge beim Namen nennt und mit dem Irrtum aufräumt, damit der Glaube wieder erstarken kann. Offenbar sind mit den beim Namen zu nennenden Dingen allerdings meist die Dinge gemeint, die man ohnehin schon selbst im Kopf hat. Das kenne ich von mir selbst: wie schön ist Bestätigung und wie aufreibend Ermahnung! Es ist schwer geworden, in Deutschland zu glauben. Es ist schwer geworden, treu zur Kirche zu stehen, wenn deren Lehre überall angegriffen wird. Ein wenig Rückenstärkung könnte man schon gebrauchen. Wie oft wünsche ich mir, das bestätigt zu bekommen, um das ich ringe.

Doch worum ringe ich eigentlich genau? Um die Liebe Gottes muss ich nicht ringen – die habe ich. Gott muss ich nicht imponieren, auch nicht mit Rechtgläubigkeit. Doch es wäre verkürzt, das Problem hier anzusiedeln. Zwar hört man manchmal das Argument, man setze auf Werkgerechtigkeit, wenn man sich bemüht, der Lehre zu folgen. Doch das ist Unsinn. Wer der Lehre folgen will, oder zumindest die meisten davon, tut das nicht, weil er Gesetze toll findet, sondern weil er Christus so antworten will, wie es richtig und angemessen ist. Das ist es, worum ich ringe: meine Antwort auf die Liebe Christi. Und da habe ich die Lehre in ihrer Schönheit kennen gelernt. Etwas zumindest.
Ich gebe es gern zu: nach dem theologischen Papst Benedikt war ich irritiert über den anderen Schwerpunkt, den Franziskus in seinem Pontifikat legt. So lange, bis ich merkte, dass ich ihn ständig durch den Filter meiner eigenen Erwartungen und Erkenntnisse wahrnahm. Ich stand mir selbst im Weg, auch wenn mir klar war, dass Papsttreue nicht heißt, einen Menschen und seine Art zu reden zu mögen, sondern sich dem Amt des Bischofs von Rom unterzuordnen. Und damit auch diesem Papst.
Inzwischen denke ich, dass er das Beste ist, was uns und gerade Deutschland passieren konnte. Und auch was mir passieren konnte: er bricht meine Denkstrukturen auf. Und ich muss zugeben, dass seine Worte genau das beschreiben, was die praktische Umsetzung der Lehre ist: gesendet sein, um den Menschen eine gute, DIE gute Nachricht zu bringen. Dazu treffen mich seine Worte immer wieder.

Wenn er Freude und Barmherzigkeit predigt, ist es einfach nicht die richtige Antwort, nach Fällen zu suchen, auf die das nicht passt. Möglichst unter den Heiligen, weil es ja nicht sein kann, dass der Papst etwas anderes predigt, als was die erfuhren. Es bringt nichts, ihm zu unterstellen, er wolle ein leichtes, lockeres, fröhliches und letztlich seichtes Christentum, das die Tiefe der Tradition und Lehre vernachlässige. Nichts von dem stimmt.
Wenn wir, die um eine liebevolle Antwort auf Christus ringen, nicht begreifen, dass die gute Nachricht eine Freudenbotschaft ist – wer soll es dann begreifen? Wenn diese Freude aus Glauben und Treue zur Lehre entspringt, unterstützt sie die Worte des Papstes dreimal. Ein Gegenargument ist das nicht.
Unsere Freude und unsere Liebe sind die einzigen Antworten, die den von den Medien aufgezwungenen Themen noch etwas entgegenzusetzen haben. In dieser Hinsicht trifft mich Papst Franziskus mit seinen Worten immer wieder. Ich kann das sehr gut gebrauchen und bin froh, dass er da ist und dass er ist, wie er ist.

Mittwoch, März 25, 2015

Ornithologisches Tagebuch

Die hier aufgelisteten Vögel wurden im Jahr 2015 beobachtet oder gehört. Mit Eisvogel, Habicht, Silberreiher und den ganzen Gänsen und Enten sind ein paar echte Schätze dabei.
Die Links führen zu Vorstellungen der Vögel, teils mit Aufnahmen der Vogelstimmen. Fotos und Tonaufnahmen sind von einem Freund und mir selbst gemacht.

  1. Amsel
  2. Blässhuhn
  3. Blaumeise
  4. Buchfink
  5. Buntspecht
  6. Dohle
  7. Dompfaff
  8. Eisvogel
  9. Erlenzeisig
  10. Gartenbaumläufer
  11. Graugans
  12. Graureiher
  13. Grünling
  14. Grünspecht
  15. Habicht
  16. Halsbandsittich
  17. Haubenmeise
  18. Haussperling
  19. Heckenbraunelle
  20. Höckerschwan
  21. Kanadagans
  22. Kleiber
  23. Kohlmeise
  24. Kormoran
  25. Krickente
  26. Löffelente
  27. Mäusebussard
  28. Misteldrossel
  29. Möwe
  30. Nilgans
  31. Pfeifente
  32. Rabenkrähe
  33. Rostgans
  34. Rotkehlchen
  35. Rotmilan
  36. Schnatterente
  37. Schwanzmeise
  38. Silberreiher
  39. Singdrossel
  40. Sperber
  41. Star
  42. Stieglitz
  43. Stockente
  44. Teichhuhn
  45. Türkentaube
  46. Turmfalke
  47. Wachholderdrossel
  48. Waldkauz
  49. Weidenmeise
  50. Weißstorch
  51. Wintergoldhähnchen
  52. Zaunkönig
  53. Zilpzalp

Dienstag, März 24, 2015

Gedanken zur Ehe: ein guter Wein?

[Von Bastian]
„Ein guter Wein ist: wenn du zu viel davon trinkst, darfst du nicht mehr Auto fahren.“
Die Weinindustrie wäre entsetzt, würde Wein in der Öffentlichkeit auf diese Weise präsentiert. Mit Recht.
Doch was könnte sie tun, wenn sich dieses Thema verselbständigt? Abstreiten kann sie es nicht – es stimmt. Das schlimmste, was ihr passieren könnte, wäre eine Diskussion um eine Aufweichung der Promillegrenze, in der sie als verantwortungsvoller Weinproduzent selbst nur noch über die Nachteile reden müsste.
Die Weinindustrie würde mit Sicherheit eine große Werbekampagne starten, die zeigt, was ein guter Wein ist, nicht, was er nicht ist. Was er bringt, wenn man ihn genießt, nicht, was er verhindert. Hätte die Weinindustrie in ihren Reihen eine Werbeagentur, die sich mit Freude auf die von der Presse aufgezwungene Diskussion stürzt, sie anheizt und die Promillegrenze als wichtige Eigenschaft des Weins herausstellt, würde diese Agentur irgendwann kaltgestellt, so recht sie auch hat.

Nun gibt es in der Kirche guten alten Wein und guten neuen Wein und dazu die passenden Schläuche. Die Ehe ist ein besonders guter, den es in jedem Jahrgang gibt. Ein Dauerbrenner, ein Spitzenprodukt, eines ihrer großen Aushängeschilder. Doch wie wird er beworben? „Ehe ist: wenn du sie brichst, darfst du nicht mehr zur Kommunion gehen.“ Das stimmt. Und es hat sich verselbständigt. Verglichen mit dem Beispiel oben sind wir längst bei der Aufweichung der Promillegrenze angekommen. Was fehlt, ist die Werbekampagne auf deutschem Boden.

Nun haben wir einen Papst, der immerzu genau dazu aufruft: genießt den Wein des Glaubens und erzählt anderen davon. Werbt! Missioniert! Und ich ertappe mich dabei, Mitarbeiter der Werbeagentur zu sein, die sich in unheilvolle Diskussionen verwickeln lässt; unheilvoll, weil sie zwar Recht hat, aber zugleich das Thema so sehr verkürzt, dass es zum Rückzugsgefecht für die christliche Ehe wird. Anstatt ihn zu bewerben, stellt sie den guten Wein der Ehe als ein Nischenprodukt für Kenner dar, das von der Mehrheit, angeblich größtenteils fuselsaufende Banausen ohne Bewusstsein für die Promillegrenze, gar nicht mehr geschätzt werden kann.

Die Wahrheit ist mehr als ein wichtiger Teilaspekt und man kann sich darin verheddern. Man kann die Wahrheit sagen und sie zugleich verschleiern. Jörg Splett schreibt als Beispiel: Der Satz „der Mensch ist eine instabile Fett-Eiweiß-Verbindung“ verstelle den Blick auf den Menschen, obwohl er prinzipiell wahr sei. Pars pro toto, der Teil für das Ganze, funktioniert einfach nicht immer. Die Ehe ist mit dem Aspekt des Kommunionempfangs schlicht falsch beschrieben. Falsch, weil es sinnlos ist, das Fehlen von etwas zu sanktionieren, was niemand kennt. So sinnlos wie der Versuch, Mittellose dadurch zu versorgen, dass man sie vor Schulden warnt.

Ich muss zuerst wissen, was die Ehe ist, bevor ich begreifen kann, was das für Folgen hat. Ich muss wissen, dass sie ein Wein höchster Qualität ist, ein Spitzenprodukt und eine einmalige Gelegenheit für das eigene Leben. Ich muss sie schmecken und erleben, bei mir und bei anderen. Ich brauche Menschen, die begeistert verheiratet sind, die davon erzählen und ihre Erfahrungen mit mir teilen. Die Ehe muss beworben werden.
Ich denke, die Agentur muss umdenken. Ich muss umdenken.

Freitag, März 20, 2015

Katharina 2.0?

Der offene Brief „Eminenz Marx, I have a dream“ (LINK) spricht mir in vielem aus der Seele. Auch ich halte den Ausspruch von Kardinal Marx für sehr missverständlich (mindestens!) und zu Interpretationen in jeder Richtung geradezu einladend. Er macht mir Bauchweh. Auch ich denke, dass der Kirche in Deutschland oft mehr Klarheit über das, was sie denn glaubt, gut täte. Derzeit sehe ich da oft eher die Tendenz, vor lauter Lust auf Niedrigschwelligkeit, Dialog und Augenhöhe die Bordwand des Schiffes Kirche bis mindestens auf Höhe des Wasserspiegels einzureißen. So dass die zu Rettenden leicht hinein können, am besten ohne das Wasser überhaupt verlassen zu müssen (LINK, LINK). Dass so das Boot kaum noch einem Sturm standhalten kann, wird offenbar leicht vergessen. Hier stimme ich zu. Aber dennoch kann ich mich mit diesem Brief nicht anfreunden.

Ich könnte eine Antwort darauf mit den Worten beginnen: Liebe, sehr geehrte Frau Bonelli, Sie als Studentin der Kommunikationswissenschaften schreiben so weiblich intuitiv, überlegt und tief, dass ich armer Architekt eigentlich nur mehr… schweigen kann. Nun, ein Blick auf die Länge dieses Beitrags zeigt, dass ich genau das nicht vorhabe, genauso wenig wie die Autorin des oben verlinkten offenen Briefes es vorhatte. Ein solcher Anfang dient dazu, das Folgende als klein und etwas demütig hilflos hinzustellen. Nur: genau das ist es nicht.
Die Autorin schreibt zwar, sie könne die Aussage „… auf der theologischen und intellektuellen Ebene natürlich nicht abschließend beurteilen. Dazu bin ich weder befugt noch befähigt.“. Sie schreibt, sie könne eigentlich nur schweigen, und stellt ihre eigenen Ideen als Traum hin (um damit im Nebensatz Martin Luther King für sich in Anspruch zu nehmen). Doch sie schreibt als Schluss: „Als Kommunikationswissenschaftlerin garantiere ich Ihnen damit neben der notwendigen Richtigstellung die volle mediale Aufmerksamkeit, viele nachdenkliche Gesichter und vielleicht auch die eine oder andere Bekehrung“.
Darin sind drei klare Aussagen enthalten: einmal „Ich weiß es sachlich besser und Sie täten gut daran, Ihre Aussage richtig zu stellen“, dann „Ich verstehe von Kommunikation mehr als Sie“ und zudem „Ihre Theologie reißt niemanden vom Hocker, aber meine könnte Menschen bekehren“. Das zu denken und zu sagen ist jedermanns gutes Recht. Aber dann soll man es bitte auch aussprechen. Was mich massiv stört, ist der Stil, zu versuchen, die Ohrfeige als untertänige Streicheleinheit zu verkaufen. Wie eine Freundin schrieb: „Beleidigungen schreibe ich nicht zwischen „Eminenz“ und „Ihre ergebenste“.

Die Schreiberin unterscheidet sehr zwischen männlicher und weiblicher Denkweise. „Mut gemacht hat mir neben meinem wachsenden Wissen als Kommunikationswissenschaftlerin auch das Bewusstsein meiner Weiblichkeit: ich glaube, Männer können gut (zu-) ordnen und systematisieren, aber Frauen erspüren mehr“ und „Sie haben diesen markigen Satz recht männlich-selbstbewusst ausgesprochen, der sich entsprechend medial verbreitet hat".
Abgesehen davon, dass Kardinal Marx diesen Satz („Wir sind keine Filiale von Rom“) wohl auch mit größter Anstrengung nur ziemlich unvollkommen weiblich-intuitiv hätte aussprechen können, steht der Brief dazu in krassem Widerspruch. Die Schreiberin hat zwar, ganz weiblich, dabei „als Frau trotzdem ein ungutes Gefühl“, doch was folgt, ist eine knallharte kommunikationswissenschaftliche Analyse, Systematisierung und Zuordnung des Steins des Anstoßes. Bis hin zur Gefahr durch Diktatoren und das, wie ich finde, ohne allzu viel Feingefühl. Sachlich teils interessant, doch mehr als deutlich haut sie dem Kardinal eine Zusammenstellung von Kirchenvätern, Synodenvorbereitungen, Aussagen, Psychologie und Wissenschaft um die Ohren, dass es eine Freude ist, wenn man an so etwas Freude hat. Es kann nur ein Ergebnis dabei heraus kommen. Wieder wird ein Anspruch auf Einfachheit und Schlichtheit erhoben, der in keiner Weise umgesetzt wird.

Am Schluss des langen Briefes endlich steht das, was die Schreiberin für die Lösung hält: ihr „dream“, eine Rede des Kardinals, die sie sich wünscht. Die Deutschsprachige Kirche sei „dekadent, lau und feige geworden“. „Die Theologen brauen ungehorsam ihr eigenes selbstgefälliges Süppchen“. „Bischöfe fürchten mehr die Medien als Gott“. „den Laien geht es mehr um eitle Ämter und angesehene Positionen und als um den Dienst und das Gebet“. Eine schlimme Verallgemeinerung, wie ich finde. Damit bin ich gemeint. Damit ist jeder Katholik hier gemeint. Damit sind alle gemeint, die in diesem Land mit seinen Verführungen und Versuchungen leben und darin um ihren Glauben ringen. Damit sind alle gemeint, die den Wunsch Roms (ohne dass es laut Schreiberin nicht geht!) nach Evangelisierung ernst nehmen und versuchen, auf die Menschen zu zugehen. Die unter Seelsorge und Mission mehr verstehen, als dem geknickten Halm klar zu machen, er sei eine ungläubige Flasche, die gerade im Zeitgeist versinkt.

Zum Schluss versuche ich es jetzt selbst einmal „weiblich“, wie die Autorin es offenbar versteht, und schreibe einfach meine intuitiven Gefühle dazu auf.
Auch wenn er sicher nicht so gemeint ist: der „dream“ ist für mich eine Unverschämtheit, die ihresgleichen sucht. (Entschuldigung für die harten Worte.) Diese Art der vorgegebenen Schlichtheit und Rechtgläubigkeit, hinter der sich ein gewaltiges Recht-Haben zu verbergen sucht, empfinde ich wie eine Klammer, die sich um das Herz legt. Wie eine Wand, die ich angeblich überwinden muss, um glauben zu können. Rechtgläubigkeit erscheint mir hier so moralinsauer, dass sie beinahe ungenießbar wird. Und sie erhebt einen Anspruch, der ihr nicht zusteht: Christus rettet, nicht dir Richtigkeit. Für mich kommt erst die Freundschaft mit Gott, dann deren Ausgestaltung. Theologie in allen Ehren, so sehr sie mich interessiert und so wichtig sie ist.

Freitag, März 06, 2015

Auge um Auge…

[Von Bastian] „Auge um Auge, Zahn um Zahn…“ 3.Mose 24,19-20 wird in Diskussionen immer wieder als Beweis für die Brutalität des Alten Testaments herangezogen. Zu Unrecht, wie ich meine.
Klar kann man sich hinstellen und aus heutiger Sich vertreten, es wäre menschlicher, hieße es „Hilfe um Auge, Therapie um Zahn…“
Doch was war der Spruch vor Tausenden von Jahren? Ich denke, er war eine Revolution: der Rache waren Grenzen gesetzt, die Rechtsprechung war der Willkür entzogen, die Höhe der Strafe stand fest. Und jeder konnte es nachvollziehen. Plötzlich hatte der Beschuldigte in seiner Schuld Rechte. Der Ankläger war gezwungen, mit dem Angeklagten auf einer Stufe zu stehen. Ihm wie dem Angeklagten widerfuhr Gerechtigkeit.

Eine Sichtweise, die völlig neu gewesen sein dürfte. Und die ausbaufähig war: im Laufe der Zeit wurde Israel so bereitet, dass einige aus dem Volk dem folgen konnten, der diese Sichtweise auf die Spitze trieb: wenn mein Gegner vor Gott dieselben Rechte hat wie ich, hat er dieselbe Würde wie ich. Er ist mein Nächster und ich muss ihn lieben. Wenn ich Sünder bin, brauche ich Gnade. Und wenn nach dem Prinzip der Gerechtigkeit mir und meinem Feind dasselbe widerfahren soll, muss ich für ihn um Gnade bitten, denn es ist zugleich Gnade für mich.

Vom vielleicht umstrittensten Punkt des Alten Testaments zur Feindesliebe ist für mich eine Entwicklung erkennbar, die Augen und Zähne in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt.

Donnerstag, März 05, 2015

Nur mal so daher gesagt...

Die Wahrheit von ihrer Zeit abhängig zu machen ist genauso sinnvoll, wie das Datum per Dogma festzuschreiben.