Freitag, Oktober 24, 2014

Gipfel der gefährlichen Geschmacklosigkeiten

[Von Bastian]
Hoch lebe der Focus: er erreicht den Gipfel der Geschmacklosigkeiten!
Ein Video wird angekündigt, das zeigt, wie die USA eine Flagge der ISIS wegbomben. Aus irgendeinem Grunde hat mich das interessiert.
Vor dem Video gibt es erst einmal 18sec. Werbung für die Provinzial, passend mit dem Schutzengelsymbol. Dann wird gebombt. Und dann bekommt man weitere Filmchen angeboten, wie „Diese Katze erlebt den schlimmsten Tag ihres Lebens“ und „Kleiner Hund zerrt an Bikini von hübscher Blondine“ neben „Hier stürmt der Ottawa-Attentäter das Parlament“.

Dem Voyeur ist alles gleich. Focus bedient ihn. Und macht sich mitschuldig an der Dekadenz des Westens, der großmäulig Menschenrechte (und was er dafür hält) von Dritten einfordert, aber hilflos erstarrt, sobald sich eine Bedrohung vom Bildschirm in die eigene Realität schleicht. Wie soll man auch mit der Massentötung Ungeborener, entführten und verkauften Afrikanerinnen oder Hasspredigern im eigenen Land umgehen, wenn Tod und Terror denselben Stellenwert haben wie ein ängstliches Kätzchen oder etwas mehr sichtbare Haut unter einem Badeanzug und wenn man sogar bei einem Terroranschlag auf andere live dabei sein kann?

ISIS lacht sich kaputt und denkt: die werden so lange auf ihre Bildschirme glotzen und ihren eigenen aufgeklärten Kommentaren lauschen, bis wir ihnen das Netz abdrehen. Erst dann werden die sich umdrehen und sehen, dass wir längst die Macht haben, ihnen mit dem Tod zu drohen. Und sie werden aus Angst alles mitmachen.

Mittwoch, Oktober 22, 2014

Dilemma


Kirche diskriminiert Menschen als Sünder!

[Von Bastian]
Eine fiktive Meldung, die irgendwie zur gegenwärtigen Diskussion über sie Synode passt.
Daher wieder hoch geholt.

Rom. Die Forderung, aus dem „Ave Maria“ den diskriminierenden Begriff der Sünde zu streichen, wurde vom Vatikan abgelehnt. Die Bürgerrechtsgruppe „Vatikan von unten“ wollte mit dem Vorstoß ein Umdenken beim christlichen Menschenbild einleiten.
„Wir sind leider gescheitert.“, so der Sprecher Herr E. Sien. „Es wird nun darauf ankommen, wie sich die Kirche weiter verhält. Mit dem Begriff des Sünders werden alle Menschen unter einen unzumutbaren Generalverdacht gestellt. Erst legt die Kirche die Regeln fest, so dass hat angeblich jeder Dreck am Stecken hat. Danach schwingt sie sich zum Verwalter dieses Drecks auf, indem sie festlegt, wem wie vergeben werden kann. Ein unwürdiges Menschenbild. Es ist nicht nachvollziehbar, wie man im gleichen Moment von Nächstenliebe sprechen und Menschen derart abstempeln kann. Das darf so nicht weiter gehen. Wir wollen keine Vergebung, wir wollen Akzeptanz!“
Auf die Frage, ob man auch gerichtlich gegen unmenschliche Kirchenregeln wie den Ausschluss von Frauen von der Weihe vorgehen wolle, hielt sich „Vatikan von unten“ bedeckt. So weit sei man noch nicht. Es gebe vielversprechende Strömungen in der Kirche, bis hin zu Bischöfen, die es zu unterstützen gelte. Man setze auf einen Umbruch aus der Kirche selbst heraus und wolle keine Märtyrer schaffen. Der Kampf gehe weiter.

Mittwoch, Oktober 01, 2014

Willst Du mir etwa…?!?

[Von Peter und Bastian]
„Willst du mir etwa das Katholisch-Sein absprechen?“
Die KO-Frage schlechthin. Wir liefern persönlich zugeschnittene, passende KO-Antworten.

  • Der Minimalist: äh… doch!
  • Der Realist: Ich wäre nie auf den Gedanken gekommen, dass du dich für katholisch hältst!
  • Der Rücksichtvolle: Wenn ich’s nicht tue, macht’s jemand anders. Und der ist nicht so nett wie ich.
  • Der Linksblinker: Heul doch!
  • Der Ehemann: Es ist nicht so, wie du denkst. Ich kann alles erklären!
  • Der Dunkelkatholik: Frag mich das nochmal, wenn du gebeichtet hast.
  • Der Hobbytheologe: Die Taufe ist ein Charakter indelebilis. Wenn du glaubst, ich könnte das so einfach abkratzen, bist du nicht katholisch.
  • Der Pastoralreferent: Ich bin froh, dass du selbst darauf gekommen bist.
  • Der Piusbruder: Frag mich das auf Latein. Kannst du nicht? Also!
  • Der Grundsätzliche: Wer glaubt, man könne ihm das Katholischsein absprechen, ist nicht katholisch.
  • Der Charismatiker: Was ich will, ist egal – der Herr hat’s mir gesagt!
  • Der ZdK’ler: Leider kann ich mir meine Fragen nicht selbst beantworten…

Montag, September 29, 2014

Regierung streicht diskriminierende Epochen aus der Geschichte

[Von Bastian]
Berlin. Der Bundestag erwägt, diskriminierende Epochen aus der deutschen Geschichte zu streichen. „Unsere Schüler sind Kinder. Wir können es nicht länger verantworten, dass sie im Geschichtsunterricht durch schlimme Schilderungen der Vergangenheit beleidigt und verstört werden. Diese Schilderungen entsprechen nicht mehr unseren heutigen Werten“ - so ein Sprecher des Anti-Diskriminierungs-Ausschusses. Die Opposition ist im Grundsatz mit der Entwicklung einverstanden. Aus den Parteispitzen hieß es, man könne auf diese Weise viele Probleme zugleich lösen. Wenn beispielsweise das Dritte Reich oder die großen Christenver-folgungen nicht mehr existierten, müsse niemand mehr unter den Folgen leiden. Kirchenbeschmierungen oder Judenhass könnten so entkriminalisiert werden, da sie keine negativen Erinnerungen mehr wach riefen. Sie würden, sobald sie nicht mehr in der Vergangenheit verhaftet seien, einfach als moderner und zeitgemäßer Ausdruck des gesellschaftlichen Konsenses verstanden. Vorbild der seit längerem laufenden Diskussionen ist das schwedische Unternehmen Saltkrokan. Dort wurden in den Werken Astrid Lindgrens kritische Stellen umgeschrieben oder entfernt. (LINK)

(Bei diesem Beitrag handelt es sich um Satire)

Sonntag, September 28, 2014

Wenn Martin auf den Zug aufspringt...

[Von Bastian]
Aha. Die Polizei wird in NRW bei Martinszügen und Ähnlichem nicht mehr aufpassen. Das kostet zu viel. Spätestens hier wird klar, was unserer Rot-Grünen Landesregierung wichtig ist: Geld. Denn dass ausfallende Martinszüge auch etwas kosten, z.B. Freude und Brauchtum, wird offensichtlich nicht bedacht. Sie sollen halt privat organisiert und gesichert werden. Seitdem im NRW-Landtag kein Kaffee mehr serviert wird (Kostenfaktor!), fehlt es dort offenbar an Denkfähigkeit und Konzentration. (Vielleicht wäre Kaffee eben doch eine gute Investition in funktionierende Politikerhirne!)

Ich denke allerdings, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Polizei eben doch wieder vor Ort ist. Spätestens wenn die Linke anlässlich der Laternenzüge zu Gegendemos aufruft, wird man die vor aggressiven Kindern schützten wollen - schließlich werden die armen Demonstranten mit brennenden Laternen bedroht!

Uns bleibt, zu überlegen, wie man in der Zwischenzeit damit umgeht. Eigentlich braucht das Kind nur einen anderen Namen. Wir müssen auf den Zug der Zeit aufspringen. Denn was wird noch vernünftig geschützt? Immer die Aktionen, von denen die Regierung glaubt, dass man dort gar keine Polizei haben will. Das macht nämlich misstrauisch.
Die nächste Fronleichnahmsdemo könnte daher Glück haben, wenn man es schafft, die Behörden zu überzeugen, dass es sich bei Ministranten und Geistlichen um Vermummte handelt. Dann sind Beamte zur Stelle. Martinszüge könnte man offiziell absagen und als Flashmob übers Internet organisieren. Irgendjemand muss dann noch dafür sorgen, dass die Polizei einen Tipp bekommt.

Die Art des Auftritts ist alles. Denn wenn die Polizei uns nicht schützen will, muss sie eben da sein, um andere vor uns zu schützen. Es muss doch irgendeinen Weg geben, die Ordnungshüter zur Stelle zu haben.